Barcode Grundlagen

Auf dieser Seiten möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick über die weit verbreitesten Barcodetypen geben.
Der erste Barcode wurde 1949 in den USA zum Patent angemeldet. Mittlerweile ist eine Welt ohne Barcode nicht mehr vorstellbar.
Auch trotz Einfühung der RFID-Technologie wird der Barcode der Identifikationsstandart am Point of Sale bleiben.
In der folgenden Liste sehen Sie, welcher Barcode in welchem Industriebereich hauptsächlich eingesestzt wird.

Handel (POS)EAN8, EAN13, UPC-A, UPC-E (USA), EAN 128, Code 39, RSS-Code
IndustrieCode 2/5 Interleaved, 2D Codes
ElektronikCode 128, Code 39
Logistik, Transport und PaketdiensteEAN 128, Code 128, PDF 417, 2D Codes
Chemische Industrie, GesundheitswesenEAN 128, Code 128, Code 39, Codabar, RSS-Code, 2D Codes
ApothekenCode 39

Code 2/5 Interleaved

Der Code 2/5 Interleaved ist nur ein Beispiel aus der Code2/5-Familie, die alle numerisch sind. Der code 2/5 Interleaved setzt sich aus Nutzziffern, Start- und Stoppzeichen zusammen. Jede Nutzziffer besteht aus fünf Elementen. (Striche und Lücken), wovon zwei Elemente breit sind. Die Besonderheit dieses Codes ist, dass die Ziffern an den ungeraden Stellen mit Strichen abgebildet werden. Die anderen (geraden Stellen) werden mit Lücken dargestellt, d.h. dass auch die Lücken Informationsträger sind.

Beispiel: Aufbau des Code 2/5 Interleaved

Barcode Beispiel: Code 2/5 Interleaved
Barcode89890190
Gerade Stellen 9 9 1 0
Ungerade Stellen8 8 0 9 
Position12345678

Codabar

Barcode Beispiel: Code Codabar

Der Codabar ist ein numerischer Code. Es können aber zusätzlich noch sechs Sonderzeichen mit verschlüsselt werden. Jede Nutzziffer besteht aus sieben Elementen (vier Striche und drei Lücken), wovon zwei oder drei Elemente breit sind. Es gibt vir verschiedene Start- und Stoppzeichen (A, B, C, D). Bei diesem Barcodetyp beinhalten nur die Striche die Informationen. Die Lücken dienen lediglich als Platzhalter. Deshalb hat der Codabar nur eine geringe Infomationsdichte. Man findet ihn vor allem im Gesundheitswesen zur Identifizierung von Blutkonserven.

Code 39

Barcode Beispiel: Code 39

Der Code 39 wurde 1974 entwickelt und ist dein alphanumerischer Code. Man kann mit ihm zuehn Ziffern, 26 Großbuchstaben und sieben Sonderzeichen verschlüsseln. Jede Nutzziffer besteht aus neuen Elementen (fünf Striche und vier Lücken), wovon drei Elemente breit sind. Dies macht den Code 39 zwar zu einem sehr sicheren Code aber auch zu einem mit geringer Informationsdichte. Um wenige Infomationen zu verschlüsseln, bedarf es einer relativ großen Fläche. Das Start- und Stoppzeichen ist ein >>*<<. Der Code 39 ist weit verbreitet und findet nahezu in allen Bereichen (Industrie, Handel, Behörden, Gesundheitswesen) Anwendung.

Code 128

Barcode Beispiel: Code 128

Der Code 128 ist ein alphanumerischer Code und wurde erst im Jahre 1993 entwickelt. Der Code 128 kann den vollen ASCII-Zeichensatz (256 Zeichen) darstellen. Dafür bedient er sich seiner drei untereinander kombinierbaren Zeichensätze A, B und C. Diese Kombinationsmöglichenkeiten prädestinieren den Code 128 für Produkte, die viele Informationen im Barcode verschlüsseln müssen, ohne dabei größeren Platzbedarf zu beanspruchen. Besonders häufig wird der Code 128 auf elektronischen Bauteilen, im Gesundheitswesen, aber auch in der Logistik verwendet.

EAN 13

Der Barcode EAN 13 wurde bereits 1977 entwickelt und ist einer gängigsten Barcodes im POS-Bereich. Er besteht aus dreizehn Ziffern, welche wie folgt aufgeschlüsselt werden:

Beispiel: Aufbau des EAN 13 Barcodes

Barcode Beispiel: Code EAN13
1.-2. Ziffer:identifiziert das Land des Herstellers
3.-7. Ziffer:Herstellernummer (oder des Handelsunternehmens)
8.-12. Ziffer:Artikelnummer des Herstellers (oder des Handelsunternehmens)
13. Ziffer:Prüfziffer des EAN 13 Codes

Er ist ein numerischer Code und besitzt eine hoche Informationsdichte. Das Größenverhältnis (Höhe x Breite) ist festgelegt, d.h. der Barcode kann nicht beliebig in höhe und Breite verändert werden. Demzufolge hat der EAN 13 Code eine geringe Tolleranz.

Der German-Bookland Barcode (für Deutschland) wurde zur Euro-Umstellung für den Buch- und Zeitschriftenmarkt geändert. diese Erweiterung des EAN 13 Codes wird auch im Fachjargon ADD-ON genannt. Dieser European-Supplement Code verschlüsselte bei Büchern den Preis und bei Zeitschriften die Monatsausgabe.

EAN 8

Barcode Beispiel: Code EAN8

Der EAN 8 ist ein alphanumerischer Code. Er ist nahezu identisch zum Code 128. Der größte Unterschied ist das doppelte Startzeichen. Hauptsächlich kommt der EAN 8 als Zusatzcode zum EAN zur anwendung. Er beinhaltet wietere Informationen zur Ware (logistische Daten, Maße, Gewicht u.s.w.) und wir oft auf der Umverpackung (Kartons) angebracht. Das Größenverhältnis (Höhe x Breite) ist festgelegt. Daher hat er eine geringe Toleranz.

PDF 417

Beispiel Code: Code PDF417

PDF steht für "Porttable Data File". Die PDF 417-Familie besteht aus vier Arten: PDF 417, PDF 417 Truncatedt, PDF 417 Micro und PDF 417 Macro. Der PDF 417 ist gesapelter Strichcode, d.h. er setzt sich aus einzelnen Zeilen, die für sich bereits Barcodes sind, zusammen. Es können zwischen drei und neuzig Zeilen kodiert werden. Die Nutzziffern werden Codewörter genannt, wobei jetdes Codewort aus zieben Modulen besteht, aufgeteilt in vier Lücken und vier Striche. Die Zeichen innerhalb eines Codewortes werden zuerst komprimiert und dann verschlüsselt den Codewörtern zugewiesen.

Data Matrix

Beispiel Code: Data Matrix

Die Data Matrix Codes sind rechteckige Barcodes und existieren in zwei Hauptgruppen: Code ECC 000-140 und Code ECC 200. Letzterer ist seit 1995 Standard. Die Größe des Codes ist variabel, wobei sich der Barcode aus quadratischen Symbolelementen zusammensetzt. Besonders bemerkbar bei diesem Code ist, dass eine Rekonstruktion des Dateninhalts noch möglich ist, wenn bis zu 25% des Codes zerstört sind.
 

Aztec Code

Beispiel Code: Aztec Code

Auch Aztec Codes bestehen aus quadratischen Symbolelementen. Das Suchelement im Mittelpunkt des Barcodes besteht aus mehreren ineinander verschachtelten Quadraten. Derzeit können Datenmengen ab zwölf bis dreitauschend Zeichen verschlüsselt werden. Dabei kann der Inhalt auf mehrere Symbole aufgeteilt werden. Im Gegensatz zu allen andreen Codes, sind keine Ruhezonen nötig. Der Code kann so an jeder beliebigen Stelle platziert werden.

Barcodefarben und Kontraste

Damit eine hohe Erstleserate der Barcodes erzielt werden kann, müssen gewisse Richtlienien eingehalten werden. Empfohlen wird ein Frabkontrast zwischen Lücken und Strichen von durchschnittlich mindestens 35%. Generell gilt, dass für Lücken helle Farben, wie gelb, orange oder auch rot gut geeignet sind.
Dementsprechend sollten für die Striche kräftige Farben wie grün, blau oder Schwarz gewählt werden. Um die Checkoutzeiten zu beschleunigen, werden mittlerweile auch Richtlinien von Supermarktketten vorgegeben. Nur wenn die Verpackungen die Vorgaben erfüllen wird das jeweilige Produkt in das Sortiment aufgenommen. Eine vorherige Abstimmung bezüglich Farbgebung und Positionierung des Barcodes auf der Verpackung kann somit den Vertrieb und dadurch natürlich primär den Umsatz eines Produktes in entscheidener Weise beeinflussen.